Dienstag, 4. Oktober 2011

Mutmaßliche Islamisten weiter unter Beobachtung

Dem Bundesamt sei «bekanntgeworden, dass sich eine Personengruppe in Bonn in den letzten Tagen über den Gebrauch von Schusswaffen unterhalten haben soll, wobei sich die Schusswaffen bereits in ihrer Verfügungsgewalt befänden. Durch eine Person in diesem Umfeld seien später auch die Feierlichkeiten zum 3. Oktober 2011 erwähnt worden», zitiert der Sender aus dem Beschluss. Die Berliner Morgenpost gibt wieder mal Hinweise für erhebliche Aktivitäten im Hintergrund von angeblich terroristischen Vorfällen, die immer wieder mit der Wendung "nach vielen Monaten Beobachtung" - irgendwie auch implizierend "sowie durch vielfache Ermutigung / Überredung durch unsere V-Leute" - konnten kurz vor Durchführung eines Terroranschlags die Drahtzieher festgenommen werden. Vom weiteren Verlauf hört man dann nichts Genaueres (das Beispiel Sauerlandgruppe wurde vom DLF ja sehr schön gefeatured). In späteren Zitaten werden dann die Erfolge der Polizei und entspr. Organe aufgezählt....


Die wenigsten erinnern sich, was das für ein Schmarren war und fragen sich, wozu wir uns das eigentlich leisten. Ich mich schon.

Sanktionen (gegen Griechenland)

In den wöchentlichen erläuternden Sammlungen und sich widersprechenden Gegenüberstellungen von Originalzitaten von Süß erscheint mir fast alles erwähnenswert: Besonders bemerkenswert erscheint mir die Herausarbeitung der Problematik von schnelleren und höheren Geldbußen (2:45): Wenn ein Staat kein Geld hat, hat er auch keins, um Bußen zu bezahlen. Bezahlt er sie denn, muss er sich Geld leihen, was zu höheren Strafen führt...  Also müssen wir all jene, die hier mit einfachen Rezepten kommen, mal nach dem Ende vom Lied fragen.

Sonntag, 2. Oktober 2011

wie blöd dürfen Abgeordnete sein?

Da hat man Deutschland eben noch zum Lachen gebracht, weil Andreas Baum von der Piratenpartei auf die Frage nach der Verschuldungshöhe Berlins mit  "mehreren Millionen" antwortete.

Nun wurden unsere Abgeordneten aufgerufen, sich in einer schicksalhaften Abstimmung zum Euro-Schutzschirm zu Europa und zum Euro und zu den Sparern zu bekennen. Dieser Clip zeigt den intellektuellen Hintergrund der Abgeordneten dabei - so dass wir uns offenbar keine Sorgen über die Zukunft Deutschlands machen müssen, wenn irgendwelche Kandidaten von der Straße weg zu Abgeordneten werden. Oder liegt darin vielleicht die Ursache für ein Problem?

Wer die Leitfiguren unseres Systems genauer betrachtet, kommt zur Frage: "Wenn freilich der beste Bildungsabschluss - und nicht etwa Protektion und Vitamin B - über Wohl und Wehe auf dem Karriereweg entscheiden, weshalb sitzen und saßen dann an den Schalthebeln so viele Nichtskönner, adlige Doktortitel-Erschleicher, Abfindungsversager?" (Klaus Norbert in telepolis, Jellen) und weiter: "Bildung" in Deutschland ist ein ungedeckter Wechsel auf die Zukunft: Quält-qualifiziert euch, ehe ihr den Mund aufmacht (haltet die Klappe). Seid mobil (also rastlos), bildet euch lebenslang weiter (bleibt manipulierbar) und beweist euch erstmal (begnügt euch mit Praktikanten-Löhnen)."

Somit stellt sich berechtigt die Frage, ob Idiotie in Deutschland vielleicht systemisch-systematisch produziert wird (der Begriff Idiot bekommt dabei eine andere, ursprüngliche Wendung):
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Donnerstag, 22. September 2011

unsere Freunde und Helfer bei der Rosenheimer Polizei und anderweitig



Ihr Sohn habe noch nie etwas ausgefressen oder Ärger mit der Polizei gehabt, beteuert die Rosenheimerin. Sie hat sich einen Anwalt genommen. Möglicherweise gibt es ein zivilrechtliches Nachspiel.  .... (merkur-online)

wie wird das ausgehen`Naja: - ebenfalls aus Rosenheim:
Im November drangen zwei Zivilpolizisten bei der unbescholtenen Familie ein und rangen sie nieder. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben - gegen die Familie.

Einzelfälle?

Es ging um Ruhestörung: Polizisten drangen in eine Münchner Wohnung ein und warfen sich auf einen geistig behinderten Mann sowie seinen blinden Vater. Die beiden Männer wurden bei dem Einsatz verletzt. Jetzt wird der Fall vor Gericht verhandelt. Doch angeklagt sind nicht die Polizisten - sondern die Familie.

Vorwurf: Polizisten setzten Frau nachts im Wald aus (freie Presse)
Polizist räumte Diebstahl ein (berlin.de)

Piraten ...


Hier vor Ort in Bad Reichenhall wird das Ereignis in der Tagespresse eher weniger bedeutend eingeschätzt - meine Reaktion:

Piraten entern Abgeordnetenhaus

Georg Spranger sieht im Resultat der Berlin-Wahl „keine Veränderung“ (für die Bundesregierung). Andere, sogar die New York Times finden die Etablierung der Piratenpartei in Berlin mehrspaltig bemerkenswert. Hier im Kommentar ist das Ereignis Beiwerk. Spranger sieht die fünfzehn Abgeordneten wohl nur als Ergebnis eines Protestausbruches. Sie hätten nur eine dünne Legitimation und ein dünnes Programm. Wie sind die Fakten? Die Regierungsmehrheit ist eine Stimme, legitimer? Vor dem Wahltag wussten 44 Prozent der Wahlberechtigten nicht ob oder wen sie wählen sollten. Ist es verwunderlich, wenn jeder zweite Piratenwähler sich erst am Wahltag für die ganz neue Partei entschied? Zum Programm: Etablierte Parteien werden aus Tradition gewählt, bei den Piraten waren laut Tagesthemen „Ausschlaggebend … dabei stärker als bei allen anderen Parteien inhaltliche Überlegungen.“ Das ist nicht verwunderlich. Die Piratenparteiwähler bringen es auf den größten Durchschnitts-IQ. Das politische Establishment stellt die Piratenpartei als Karnevalsverein dar, der Rauschgift verteilt und kostenlos U-Bahn fahren lässt. Botschaft ist, die sind moralisch und wirtschaftlich inkompetent. Dass z.B. aktuell jedes dritte Strafverfahren in Berlin das Schwarzfahren betrifft, setzt einen anderen Akzent. Die Wähler jedenfalls entschieden differenziert: „Im Vordergrund standen Fragen der Sozial- und der Schulpolitik.“

Am Montag wurde die eigentliche Veränderung deutlich: Auf www.piratenfraktion-berlin.de können jetzt alle lesen was passiert und Vorschläge machen. Diese verschwinden nicht in einer Schublade der Staatskanzlei. Sie können im Internet transparent diskutiert und so mehrheitsfähig werden. Das ist vollkommen neu! Die Piraten legen keinen Wert auf ein Programm, das nach der Wahl schnell wegverhandelt wird. Die meisten unserer politischen Probleme lassen sich durch Transparenz und Beteiligung der Betroffenen am besten lösen - auch mit erheblichen Einsparungen! Diese Einsicht setzte sich bei prekär beschäftigten Intellektuellen in der Berliner Lokalwahl durch, sie wird „notgedrungen“ auch ins Berchtesgadener Land durchsickern. 

Montag, 5. September 2011

Elite-Universitäten - das war wohl nix

Aus der Spezialförderung der deutschen Eliteuniversitäten, die im Detail lange Zeit zu nichts Anderem (Eigentlichen) kamen als dem elitären Bewerbungsverfahren, um die elitären Zuwendungen des Bundes zu ergattern, wurde bislang nicht viel. Im Shanghai-Ranking (Nobel- u.a. Preise) steht Harvard an der Spitze, Cambridge (Platz fünf) und Oxford (zehn) sind die einzigen nicht-amerikanischen Unis unter den Top Ten. Tokio (21) ist die beste aus dem nicht englischsprachigen Raum. Aus D sind dabei: Technische Universität München (Platz 47), LMU München (54), Universität Heidelberg (62), Universität Göttingen (86) und Universität Bonn (94).

Daneben gibt es die Bestenliste von «QS World University Rankings». Das Ranking basiert auf sechs Indikatoren inklusive Umfragen unter weltweit 33.000 Akademikern und 16.000 Arbeitgebern (es zählt weder Bildungsqualität noch die Zufriedenheit, Befragte überwiegend englischsprachig). Demnach ist die University of Cambridge die beste Hochschule der Welt. Die englische Elite-Uni verteidigt auf der Liste der 300 Top-Universitäten den Spitzenplatz aus dem Vorjahr vor der Universität Harvard und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT). Universität Heidelberghat Platz 53, nach der Exzellenzinitiative in D verbesserte sich Heidelberg um 2 Plätze. Die TU München, Platz 54, LMU München, Platz 62, FU Berlin, Platz 70, stiegen jeweils um 4 Ränge auf (tagesspiegel). Umgelegt auf eine Olympiade oder Wirtschaftskraft oder .... sieht das Ergebnis ja nicht so toll aus. Wenn man das Ganze aus der Perspektive Bayerns betrachtet, bestätigt sich die Bildungspolitik der CSU. Naja, vielleicht entwickeln wir unseren eigenen Standard.

Sonntag, 4. September 2011

Vorratsdatenspeicherung -

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Unter Verdacht: Wie der Staat seine Bürger überwacht - Funkstreifzug 4.9.2011 (dazu ist allerdings anzumerken: Die SPD steht wie zu oft auf beiden Seiten (1 - 2), man kann sie also vergessen)

Und hier zur aktuellen Petition